Flex oder Vinyl - was ist der Unterschied?

Flex oder Vinyl - was ist der Unterschied?

Als ich meinen ersten Plotter bekommen habe, stand ich ziemlich schnell vor dem nächsten Fragezeichen: Welche Folie kaufe ich eigentlich? Flexfolie, Vinylfolie, Transferfolie - die Begriffe schwirren einem schnell um den Kopf. Dabei ist der Unterschied gar nicht so schwer zu verstehen, wenn man ihn einmal erklärt bekommt.

Hier findest du, was du wirklich wissen musst.

Flexfolie - die Folie für Textilien

Flexfolie ist die Folie, die du nimmst, wenn dein Motiv auf einen Stoff soll. Also auf T-Shirts, Taschen, Schürzen, Kapuzenpullover oder Kissenbezüge. Sie ist leicht dehnbar, hält auch nach vielen Wäschen noch gut und fühlt sich angenehm auf dem Stoff an.

Das Aufbringen läuft über eine Heißpresse oder ein Bügeleisen - wobei in beiden Fällen nur gedrückt wird, nicht hin- und hergebügelt. Du schneidest das Motiv aus der Folie, ziehst das überschüssige Material ab - das nennt sich Entgittern - und presst das Motiv dann auf den Stoff.

Ein wichtiger Punkt, den Anfänger gerne vergessen: Flexfolie muss vor dem Schneiden gespiegelt werden. Das Motiv liegt beim Schneiden auf der Rückseite der Folie, deshalb muss es in der Software umgedreht werden, sonst schaust du hinterher in den Spiegel.

Vinylfolie - die Folie für glatte Flächen

Vinylfolie landet nicht auf dem Stoff, sondern auf glatten Oberflächen. Tassen, Flaschen, Schilder, Fenster, Wände, Autos - überall dort, wo die Folie klebt statt gebügelt wird. Sie ist nicht dehnbar und würde auf einem Stoff beim Waschen oder Tragen schnell bröseln.

Beim Vinylplot setzt du dein Motiv mit einem Transferpapier auf die Zielfl‌äche um. Das Spiegel ist hier nicht nötig, weil du das Motiv von der richtigen Seite auf die Folie schneidest.

Welche Folie für welches Projekt?

Die Faustregel ist einfach: Textil gleich Flex, glatte Fläche gleich Vinyl. In der Praxis hilft es, sich vor dem Kauf zu fragen, wo das fertige Motiv landen soll.

Wenn du ein Motiv aus meinem Shop kaufst und auf ein T-Shirt bringen möchtest, nimmst du Flexfolie. Die "Gitarre Skelett" oder das "Bier" sind gute Beispiele dafür, wie unterschiedlich Flexfolie eingesetzt werden kann - von verspielt bis schnörkellos. Du kannst sie sofort nach dem Kauf herunterladen und direkt in deine Software einlesen.

Willst du dasselbe Motiv auf eine Tasse oder ein Schild bringen, greifst du zu Vinylfolie. Das Ergebnis sieht anders aus, ist aber genauso hübsch - nur für einen anderen Einsatzbereich gemacht.

Noch ein Tipp für den Start

Kaufe am Anfang nicht zu viel auf einmal. Ein gutes Starterset mit ein paar Farben Flexfolie und ein bisschen Vinylfolie reicht völlig. Erst wenn du merkst, welche Projekte dir am meisten Spaß machen, weißt du, in welche Richtung du dich vorarbeiten willst.

Und wenn du dir bei einer meiner Dateien nicht sicher bist, ob sie für Flex oder Vinyl gedacht ist - oder beides geht - schreib mir einfach. Ich helfe dir gerne weiter. Du erreichst mich unter KalliDesignShop@kallinich.biz.

Viel Spaß mit deinem nächsten Unikat!

Ilka

Biertrinker

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